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Der Teddybären-Gott

Teddybär

Konfirmationspredigt - Abschied vom Teddybär
Bibelstelle: 2.Tim.4,3-4



Die Geschichte meines Teddybären.

Das ist meiner, mein Teddy. Picco heißt er. 37 Jahre alt. Er war in den ersten 6-8 Jahren meines Lebens ein absoluter Top-Freund.

An meinem dritten Weihnachtsfest lag er unterm Tannenbaum. – Und es war Liebe auf den ersten Blick. Wir waren unzertrennlich.

Wenn Mama und Papa böse waren, oder ich – aber es waren meistens Mama und Papa. Dann war er gut zu mir. Dann hat er mich in den Arm genommen. Dann habe ich meine Tränen in sein Fell geheult.

Er hat mir Dinge gesagt, die meine Eltern mir nicht immer gesagt haben, besonders dann nicht, wenn sie nicht stimmten. Also: Du bist lieb, wenn ich nicht lieb war.

Ab und an vor Weihnachten verschwand der Teddy. Er ging ins Krankenhaus. Und Weihnachten dann unter dem Tannenbaum, da hatte er eine neue Kordel im Bauch und konnte wieder reden, war frisch gewaschen und hatte neue Kleider an. Aber die Tage ohne Picco waren eine Katastrophe.

Ich denke euer Teddy, euer Kuscheltier hat ähnliche Geschichten zu erzählen.

Abschied vom Teddybären. Irgendwann beginnt die Zeit, wo man den Teddybären nicht mehr überall mit hinnimmt. Früher war er bei jedem Einkauf und in jedem Urlaub dabei. Er reiste mit zu Tante Inge und zu Oma und Opa aber irgendwann wird er noch nicht mal mehr zur Konfirmation eingeladen.

Abschied vom Teddybär. Das war, als ich so in eurem Alter war. Aber irgendwie hat mir der alte Knabe dann auch leid. Weil ich habe soviel mit ihm erlebt. Und seitdem sitzt er in meinem Arbeitszimmer oben auf dem Regal und hört mir zu.

Und wir beide haben zusammen diese Predigt geschrieben. Normalerweise sitzt er in meinem Arbeitszimmer oben auf dem Regal. Aber diesmal hat er darauf bestanden – als Experte sozusagen – dabeizusein. Und dann habe ich ihn heruntergeholt.

Und wir beide sind auf eine interessante Theorie gestoßen… Aber dazu müssen wir an die Kanzel…

Der Teddybärengott

Aber ich hab den stillen Verdacht. Abschied vom Teddybären, den gibt es gar nicht. Wir wechseln nur den Teddybären. So wenn wir etwa 14 sind.
Und dich frage dich: Könnte es sein, dass du heute einen neuen Teddybären bekommst, der Gott heißt.

Der alte hat ausgedient, wird ja auch irgendwann peinlich, wenn du den in der Schule jeden Morgen aus dem Tornister holst und auf den Tisch stellst. Und so wird der Bär gewechselt. Der neue ist auch ein bisschen peinlich, aber man sieht in ja praktischerweise nicht.

Gott übernimmt die Rolle des Teddybären. Gott ist für viele wie ein Teddybär.

Was ist der Teddybärengott?

Wie ein Teddybär

- Tut mir nicht weh.
- Lässt mich nie allein, ist immer bei mir
- Ist warm und weich und wollig.
- Er ist immer auf meiner Seite
- Hat ein dickes Fell. Kann einiges ab und ertragen und vergibt uns.
- Ich kann ihn fallen lassen, es tut ihm nicht weh.
- Er hört immer zu.
- Er redet nur wenn ich an der Strippe zieh und sagt nur nette Sachen.
- Spricht nette Sachen zu mir, aber er hat mir nichts zu sagen.
- Ich kann ihn links liegenlassen, tage oder auch jahrelang. Und wenn ich dann wieder zu ihm komm, ist alles in Ordnung.


Wieviele haben einen Teddybärengott?

Jeder Mensch hat das Recht auf seinen Gott. Jeder macht sich einen Gott nach seinem Bilde. Das ist schon das Problem im AT. Gott wird als Stier oder als Löwe dargestellt, oder so. Stärke und Kraft waren gefragt.

Und viele entscheiden sich heute für den kuscheligen Teddybärengott.
Das habe ich dir im Unterricht eingebläut. Du kannst dir deinen Gott vorstellen, stell dir deinen Gott vor - aber dann ist das nicht mehr als deine Einbildung. Dann glaubst du an deine Einbildung.

Nicht wahr, dass hast du ja mit dem Teddybären jahrelang eingeübt, an eine Einbildung zu glauben. Du hast ihn zu einer Person gemacht, dabei ist er ein Gegenstand, du hast ihm einen Namen gegeben – dabei ist er aus Plastik und Polyester gestrickt, du hast geglaubt, dass er emotional ist, dass er mit dir leidet, dass er dich tröstet. – dabei ist er so gefühlskalt und emotionsleer wie ein Stein. Du hast dich sicher gefühlt, wenn er dich in den Keller und auf unbekannten Wegen begleitet hat, du hättest auch eine Plastiktüte mitnehmen können, sie wäre nicht mehr Schutz gewesen. Du hast das jahrelang erfolgreich eingeübt. An deine eigene Einbildung zu glauben. Und dein Glaube hat in bestimmten Bereichen sogar Erfolg gehabt. Du hattest weniger Angst im Keller mit dem Teddybären, als wenn du nur mit der Plastiktüte losgezogen wärst. Du konntest abends besser einschlafen mit Teddy an deiner Seite.

Und jetzt kannst du den Teddy gegen die nächst höhere Entwicklungsstufe eintauschen. Jetzt ist Gott dran. Für manche ist das Konfirmation.

Aber du glaubst weiterhin an eine Einbildung.

Du machst dir was vor. Es ist sehr interessant, was Paulus seinem jungen Freund Timotheus schreibt.


LUT 2.Tim 4:3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.

Diese Zeit ist gekommen. Da, wo dir der Teddybärenglaube wichtiger ist als die Wahrheit. Da, wo wir so einen Kuschelgott verehren. Einen, der immer lieb ist. Der liebe Gott. Und eine, der immer da ist und der keiner Fliege was zu Leide tut. Die Zeit ist gekommen. Da wo du Gott zum Teddybären in deinem Leben degradierst.

Jesus oder Teddybär

Darum schenke ich dir heute einen richtigen Teddybären, damit du nicht auf die Idee kommst den lebendigen Gott dazu zu missbrauchen.

Und ich bitte dich, wenn du unbedingt jemanden brauchst, der immer bei dir ist, der dich nie alleine lässt, der dich lieb hat, so einen kuscheligen Tränentröster, der es immer gut mit dir meint, dann nimm den Teddybären.

Ich habe extra einen besorgt, der duftet sogar, der ist wirklich dufte. Aber dann lass die Finger vom Glauben an Gott. Und hör auf, an einen Gott zu glauben, der nur in deiner Einbildung existiert. Den du dir zurechtmachst und zurechtlegst. So müsste Gott sein.

Es gibt Dinge im Leben, da kannst du das sagen: Das muss so oder so sein, sonst macht ich nicht mit.
Aber es gibt Dinge, die musst du einfach nehmen, wie sie sind. Da kannst du noch so lange herummäkeln und lamentieren. „Anders wäre es besser“. Da hast du keine Wahl.

Bei deinen Eltern zum Beispiel.

Als meine kleine Tochter mal ganz sauer mit den Eltern war, die ihr vorgesetzt wurden, sagte sie:“ Ich will andere Eltern, dann gehe ich eben zu Maike, die hat viel bessere Eltern“. Da habe ich den Telefonhörer in die Hand genommen. Eine Nummer gewählt, die es eh nicht geben konnte, und hab dann scheinbar mit Frau Marxen gesprochen: „Unserer Tochter würde sie gerne als Eltern haben. Würden Sie das machen. Ja, am besten noch heute, - wir müssen halt noch die Sachen packen, wollen Sie ihre neue Tochter abholen oder sollen wir sie vorbeibringen. . .“

Meine Nichtmehrtochter oder meine Fast-ex-tochter oder wie man das nennt, wurde immer stiller. Irgendwann kullerte das erste Tränchen und wir haben dann schnell Versöhnung gefeiert.
Aber so ist das. Eltern kann man sich nicht aussuchen.

Lehrer kann man sich nicht aussuchen, sonst wäre ich in der Schule besser gewesen. Deinen Konfipackapastor konntest du dir nicht aussuchen. Du musstest halt mit so’m alten Knochen zurechtkommen.

Gott kannst du dir nicht aussuchen. Du kannst ihn dir einbilden, so wie du deinen Idealgott gerne hättest. Und du kannst sogar an deine Einbildung glauben. Aber Gott selber wirst du nicht ändern können, denn er ist Gott und nicht du.


LUT 2.Tim 4:3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.

Mit welchem Gott willst du es eigentlich heute zu tun haben? Mit dem fabelhaften, mit den Fabeln oder mit dem lebendigen Gott?

Ich lade dich heute dazu ein, behalt den Teddybär. Aber nimm Abschied vom Teddybärengott. Das ist das wahre Thema heute.

(Abschied vom Teddybärengott wird in den Buchstaben an der Wand deutlich)



Die Frage ist, wie ist Gott?

Die Frage ist doch: Wie ist Gott? Und wie kann ich was mit ihm zu tun haben. Und wie muss ich leben und worauf muss ich mich einstellen, dass mein Leben im Himmel und nicht in der Hölle endet.
Das Wort, was da wichtig wird, heißt: Nachfolge:

Da kommt ein junger Mann zu Jesus – der reiche Jüngling. Der hat genau diese Frage: „Was muss ich tun damit ich das ewige Leben ererbe?“
Das ist schon viel, wenn man diese Frage überhaupt hat. Wenn man nicht so kurzsichtig lebt wie so viele heute.
Jesus sagt: Halte die 10 Gebote! Sagt der: Habe ich gehalten.
Das ist schon mehr als viel. Wenn einer sagt. Ich halte mich daran. Ich tue Recht und scheue niemand.

Mk. 10:21 Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!

Mk. 10:22 22 Er aber wurde unmutig über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.

Glauben ist Jesus nachfolgen. Nachfolge. Es gibt biblisch gesehen, kein Christsein ohne Nachfolge. Ich will mich aufmachen und mit dir Leben. Und wenn mich das was kostet und wenn das heißt, dass ich bestimmte Dinge aufgebe, dann soll das so sein. Aber ich werde dir nachfolgen. Folge mir nach.

Jesus sagt nie: Lass dich taufen, lass dich konfirmieren. Er sagt: Folge mir nach. Ich will Herr sein in deinem Leben.

Lk. 9:57-62 Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. 58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. 59 Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. 60 Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! 61 Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind. 62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.


Wir wollen alle an einen Gott glauben nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Das ist Teddybärenglaube. Wir wollen ein Ruhe und ein Kuschelkissen. Wir wollen Gott als letzten Halt in unserem Leben, aber wir wollen uns nicht an Gott halten. In Wahrheit wollen wir keinen Herrn, wir wollen einen Teddybären.

Gott hat in so vieler Menschen Leben nicht wirklich was zu sagen: Sie fragen ihn auch nicht. Man braucht ihn halt manchmal als emotionale Krücke.

Für den lebendigen Gott sonntags um 10.00 Uhr aufzustehen ist ne Zumutung. Dass braucht man auch gar nicht. Das man für Gott auch nur eine Stunde in der Woche übrig hat. Hab ich keine Zeit zu.

Euer Teddybär bekommt das nicht mit. Aber Gott weiß, dass du 15 Stunden in der Woche Fernsehen guckst und einige Stunden vor dem Monitor sitzt. Und er weiß auch, dass du für alles Zeit hast, was dir wichtig ist. Und Gott kann an jedem Tag deines Lebens ablesen, wie wichtig er dir ist. Wie viele Entscheidungen du mit ihm besprichst. Wie viel du in deinem Leben auf Gott hörst? Ob du überhaupt Gottes Wort liest? Er kann an jedem Tag deines Lebens ablesen, wie wichtig er dir ist.

Du bist ihm wichtig, das hat er bewiesen. Er hat seinen Sohn für dich auf die Welt geschickt, er hat ihn für dich geopfert. Er hat ihn dahingegeben. Auspeitschen lassen und ans Kreuz nageln. Damit du leben kannst. Was du Gott wert bist? Seinen Sohn bist du ihm wert.

Ich frag dich: „Ganz ehrlich, Wie viel ist dir Gott wert?“
Das ist die Wahrheit der Bibel: Gott lässt ihn gehen, den reichen Jüngling. Er hatte ihn lieb, heißt es von Jesus ausdrücklich. Aber er lässt ihn gehen. Weil ihn der Glaube zuviel gekostet hätte. Weil er dann doch lieber den fabelhaften Gott wollte.

Wenn du mit Jesus was zu tun haben willst, dann ist Jesus Herr und nicht Teddybär! Sonst lässt er dich gehen. Da kannst du noch so viele Gebote halten.

Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Das ist die Teddybärenreligion. Ich will deinen Segen, aber ich will nicht dein Sagen. Und eigentlich müsste für so einen Glauben ein Teddybär am Kreuz hängen. Wie ist das bei dir. Teddybärengott oder Jesus?

Bei der Konfiprüfung habe ich euch gebeten zu sagen, warum ihr euch eure Konfirmationsverse ausgesucht habt. Und da wurden mir lauter nette kuschelige Teddybären zugeschmissen. Und es ist ja nicht verkehrt, dass das Gott vieles von dem ist, aber das die Vorraussetzung dafür, das Gott mir das überhaupt sein kann ist die, dass ich Gott nachfolge. Dass mein Leben ihm gehört. Ob du dazu bereit bist, dass ist die Frage, um die es letztlich wirklich geht.


Goldenes Korn (Geschichte von Axel Kühner)

Ich möchte dir in einer letzten Geschichte sagen, warum es sich absolut lohnt, Gott alles zu geben.

Ein Bauer hat im Frühjahr seinen kleinen Acker liebevoll besäet, geeggt, bewirtet. Hat das Korn wachsen sehen hat, sich über die Sonne gefreut, als sie schien und über den Regen, als er herunterprasselte. Und dann wurde das Korn reif. Volle ausgereifte Körner. Es kommt der frohe Tag der Ernte, er schneidet das Korn, drischt es, füllt es in Säcke und packt es auf den Wagen.

Er ist das Bild für den reich beschenkten, für den erfolgreichen Menschen.

Da begegnet ihm Gott. So wie er dir heute morgen begegnet. Er sagt: „Du hast viel geerntet, du hast aber auch viel bekommen. - Du ja auch! - Du hast Augen, Ohren, du hast 5 Sinne, du kannst arbeiten, du kannst lernen in einer Schule, du hast eine Familie, du hast Freunde, du hast Jugend, hast Kraft. Du hast viel bekommen,“ sagt Gott zu dem Bauern. „Ja“, sagt der Bauer, „ich habe reich geerntet“.

„Bauer“, sagt Gott, „Gib mir dein Korn“ Na, nun kämpft es in dem Bauern. Soll er Gott sein ganzes Korn geben? Ist er dann nicht arm?

Er bindet einen Sack auf, pult drin rum und findet so’n kleines verkrumpeltes, schrumpeliges Körnchen und gibt es Gott.
Und Gott drückt dieses Körnchen, dieses Missglückte an sein Herz und durch die Glut seiner Liebe wird es in pures Gold verwandelt.
Und dann schenkt es Gott ihm zurück und sagt: „Komm Bauer, ich schenk’s dir“. Da kriegt der einen Weinkrampf und sagt: „Hätte ich doch Gott mein ganzes Korn gegeben, wie reich, wär ich dann?“

Seht ihr, dass ist die Wahrheit. Jesus tritt euch doch nicht in den Weg, um euch was wegzunehmen.
Er sagt: „Gib mir deine Jugend“. „Nein,“ sagt ihr, „die will ich doch erst genießen“. Wo kannst du sie denn besser genießen als bei Jesus.
Jesus sagt: „Gib mir dein Augen“. „Nein“, sagt ihr, „die brauch ich doch für meine Blicke“. Jesus sagt: „Ich will dir doch nur gute Augen geben“.
Er will dir die Augen ja nicht wegnehmen. Er will sie nur heiligen, segnen und dir zurückschenken.

„Gib mir deine Kraft – Leibes und der Seele“. Wir sagen: „Den Leib brauch ich doch für meine Triebe und Begierden“. „Nein“, sagt Jesus, „da gehst du doch nur dran kaputt. Gib ihn mir, und ich schenk ihn dir zurück. Er wird geheiligt und er wird zum Tempel des Heiligen Geistes“.

„Gib mir deine Gedanken, und ich mache Gedanken des Friedens daraus. Gib mir deine Hände, und ich mache Hände, die was Vernünftiges aufbauen. Gib mir deine Füße und ich heilige sie und sie gehen Wege, die richtig sind und die zu andern führen und zum Leben - und zum Ziel“.

Jesus sagt: „Gib mir dein Geld“. „Nein“, sagen wir, „dass brauch ich doch für mich“ Jesus sagt: „Ich mach es nur nutzbar und gebe es dir zurück, dass du damit Segen stiften kannst“.
Jesus will uns das Leben nicht wegnehmen. Er will es segnen, heiligen und uns wieder zurückschenken.
Fassen wir zusammen: Alles was du Jesus gibst, wird er verwandeln, segnen, verlebendigen, heiligen und dir wieder zurückschenken.
Und alles, was du Jesus vorenthältst, was du ihm nicht gibst, wird unter deinen Händen nutzlos zerbröseln und dir wie Sand in den Fingern zerrinnen und wird eines Tages als schwere Last der Reue auf dich fallen.

Das ist die Wahrheit.

Und wisst ihr, das ist das Allerschönste: Gib ihm auch deine Leiden. Jesus tritt ja nicht nur in deinen Weg und sagt: Gib mir deine Freuden, dein Geld, deine Kraft, deine Zeit, deine Jugend, deine Gaben. Nein gib mir deine Schwäche. Gib mir deine Begrenzungen. Gib mir deine durchweinten Nächte, deine durchkämpften Tage.
Gib mir deine Sorgen, deine Ängste, deine Krankheit, deine Enttäuschungen, deine Tränen. Gott kann aus den Tränen, die du ihm schenkst die Perlen eines ausgereiften Glaubenslebens machen.
Gib Gott deine Behinderung, gib Gott deine Schwachheit.
Und er wird sie an sein Herz drücken und sie in das pure Gold eines gereiften Glaubens verwandeln. Und dir zurückschenken. Und du wirst reich beschenkt.
Hast du diese Begegnung schon gewagt?